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Überlegen Sie sich vorher genau, ob die Voraussetzungen für eine Katzenhaltung in ihrem Haushalt gegeben sind.

Wichtig: Lesen Sie sich die Vertragsbedingungen genau durch! Für jedes Tier wird eine Schutzgebühr genommen, bei Katzen liegt diese zwischen 60 und 120 Euro. -Die Katze ist dabei bereits 1x geimpft, entwurmt und viele Tiere sind bereits kastriert. Die Vermittlungsgebühr deckt nur zu einem Teil die Unterhaltskosten und ich bin nicht zu Verhandlungen bereit.

Erlaubt der Vermieter die Katzenhaltung? Alle Familienmitglieder sollten mit der Anschaffung einer Katze einverstanden sein. Etwaige Allergien sollten ausgeschlossen sein.Die Finanzierung der Katze sollte gesichert sein, d.h. es entstehen Kosten
für Futter, Tierarzt, Zubehör etc.Ist genug Zeit für das Tier vorhanden (für Pflege- und Streicheleinheiten)?
Wenn Sie berufstätig sind, überlegen Sie sich die Anschaffung einer zweiten Katze.Wer kümmert sich in Notfällen um die Katze (z.B. bei Krankheit, Urlaub etc.)?

Bedenken Sie bitte auch: Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Katze
beträgt 16 Jahre und ihre Kinder würden Sie doch auch nicht abgeben, oder ?

Die Katze muss zu Ihnen und Sie müssen zu der Katze passen. Deshalb werden
die Grundvoraussetzungen und die Eigenschaften des Tieres in einem intensiven Gespräch geklärt.Entscheidend ist auch, ob bereits andere Tiere in Ihrem Haushalt leben.
Interessieren Sie sich für eine Zweitkatze, lassen Sie sich beraten, welches Tier am besten zu Ihrer Katze passt.
Wenn Sie sich für eine Katze entschieden haben: Es wird ein Tierabgabevertrag abgeschlossen, wozu der Personalausweis benötigt wird.


Grundsätze zur Tiervermittlung


Voraussetzungen

1. Wenn Sie eines unserer Tiere adoptieren möchten, kommen Sie zu uns und lernen "Ihr" Tier kennen - und wir lernen Sie kennen. Wir behalten uns eine Vor- und eine Nachkontrolle des neuen Zuhauses vor.

2. Sollte es zu einer Vermittlung kommen, schließen wir mit Ihnen einen Schutzvertrag ab.

3. Auch nach der Vermittlung sind wir selbstverständlich für Sie Ansprechpartner und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

1. Ihr sozialer Status, Ihr Beruf oder Ihre Arbeitslosigkeit sind kein Kriterium für eine Tiervermittlung. Wenn Sie die für ein Tier nötige Zeit aufbringen können und eine gute Versorgung gewährleistet ist, steht einer Vermittlung nichts im Wege.

2. Haus- und Grundbesitz sind nicht ausschlaggebend ... manches Tier kann durchaus artgerecht in einer Wohnung mit Balkon gehalten werden - natürlich haben wir auch viele Katzen , für die ein Garten ein absolutes MUSS ist.



 
Unfair - oder Gedankenlos
 

Von Petra Mangold, Tierärztin

 

Ab und zu passiert es, dass ein Tierbesitzer mit einem Tier aus einem Tierheim oder Katzenschutzverein in die Praxis kommt, das kurz nach dem Abholen eine Erkrankung entwickelt hat.
Der Tenor bei manchen Leuten ist in einem solchen Fall:
Wie können die im XY-Verein ein krankes Tier abgeben?" oder auch:
"Wieso hat der behandelnde Tierarzt diese Erkrankung nicht vorher erkannt?".
Mancher geht sogar so weit, dieses Tier dann (oft unter Vorwürfen) der betreffenden Tierschutzorganisation zurückzubringen.

Unfairerweise wird dieser die Verantwortung zugeschoben, oft auch für eine Erkrankung, die erst Monate nach der Aufnahme des Tieres auftritt!

Aber vielleicht sind solche Leute auch eher gedankenlos,
und haben sich noch nie Gedanken darüber gemacht, welche Tiere das denn überhaupt sind, die in Tier- oder Katzenheime abgeschoben werden,
und welche Arbeit die (gewöhnlich freiwilligen und unbezahlten) Helfer dort leisten?

Ein Tier, welches abgegeben wird, ist primär unerwünscht.
Es hat in vielen Fällen schon manches mitgemacht, ist vielleicht misshandelt worden.
Oft landen dort auch viel zu junge Tiere ohne ihre Mutter.
Das bedeutet: vorherrschend stehen fast alle Pfleglinge unter  starkem Stress
(dies gilt für Katzen sogar noch stärker als für Hunde);
sie kommen in eine neue, fremde und für sie vielleicht unheimliche Umgebung,
meist erst mal zur Quarantäne in einen Käfig.
Sie haben ständig andere Menschen und Tiere um sich herum;
zwangsläufig sind bei einem größeren Kollektiv auch mal kranke Tiere dabei,
d.h. es herrscht zeitweise ein gewisser Infektionsdruck. Durch den Stress sind diese Tiere anfälliger als Tiere, die immer im selben Haushalt leben, insbesondere Welpen unter 10-12 Wochen.
Die Therapie besteht dann in der Verabreichung von Medikamenten und auch
abwehrsteigernden Mitteln und muss vom Tierarzt und den Helfern gewissenhaft durchgeführt werden.

Passiert es nun, dass ein frisch aufgenommenes Tier nach einigen Tagen zu Hause plötzlich krank wird, kann es sich nun schon jeder selber denken:
Die neuerliche Umstellung stellte wieder eine Stress-Situation dar, und kann dadurch zu einer Erkrankung führen. Die "Schuld" liegt dann aber nicht beim Verein oder beim Tierarzt, sondern in der Natur der Sache.
Auch Impfungen können nicht alles verhindern.
Erstens kann man nicht gegen alles impfen, und zweitens dauert es auch eine gewisse Zeit,
bis ein belastungsfähiger Impfschutz überhaupt aufgebaut werden kann.
Manche Tierbesitzer erwarten auch zuviel.
Eine beliebte Frage ist z.b.: "Ist die Katze auch Leukose/FIP getestet/geimpft?".

Ein solcher Test oder auch Impfung wird aber nur bei Verdacht oder besonderem Bedarf durchgeführt, routinemäßig wäre es viel zu teuer.

Damit komme ich zum letzten Punkt?

Dieser betrifft das liebe Geld: ..... Versorgung und tierärztliche Betreuung der Tiere
benötigen eine ganze Menge davon, und es muss mühsam erworben werden (
wiederum von den freiwilligen, unbezahlten Helfern, die ihre Freizeit für Sommerfeste, Flohmärkte etc. opfern). 
 
Deshalb sollte es sich jeder überlegen, ob es nicht gerechtfertigt ist,
für ein abgeholtes Tier auch eine gewisse Summe zu bezahlen, vielleicht auch mal einen Betrag zu spenden.
Ganz gewiss gibt es da keinen Verdienst,
sondern im allgemeinen können nicht einmal die angefallenen Kosten gedeckt werden. 

Was ich mit diesem Artikel erreichen möchte?
Dass sich vielleicht der eine oder die andere davon überzeugen lässt,
ein Tier nicht gleich wieder zurückzubringen, wenn es mal ein Problem gibt  und, ein bisschen Verständnis zu wecken für die Vereine und die Tiere.